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Umgestaltungs- und Planungskriterien „Naturnahe Schulhöfe“

Unser naturnahes Spielraumkonzept für Schulhöfe orientiert sich an folgenden Kriterien:

  • Schaffung unterschiedlicher Atmosphären (Aktivzonen, Ruhezonen, Räume für verschiedene Altersstufen, für Mädchen und Jungen, etc.)
  • Einbeziehung von natürlichen Systemabläufen (Jahreszeiten, Wachstum, etc.)
  • Vernetzung der Spiellebensräume
  • Verwendung von standortgerechten Pflanzen
  • Erlebnismöglichkeit der vier Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft
  • Geländemodellierung
  • Verringerrung der Versiegelungsfläche
  • Ansprache aller Sinne
  • Verknüpfung von Lern- und Spielabläufen
  • Verwendung von Naturmaterialien
  • Schaffung von Räumen für gärtnerisches und handwerkliches Gestalten

Beteiligung an der Planung

Die Beteiligung möglichst vieler von der Planung betroffener ist Voraussetzung für die Akzeptanz, sowie für die optimale Abstimmung auf die Bedürfnisse der Schüler, Lehrer, Gemeinde, etc. Die Beteiligung nachfolgender Gruppen ist denkbar und wünschenswert:

  • Schüler
  • Lehrer
  • Eltern
  • Hausmeister
  • Jugendliche, die z.B. nachmittags Anlage nutzen
  • Gemeinde- und Verbandsgemeinde
  • Fachbehörden

Beteiligung an der Umsetzung (Eigenleistungen) um:

  • Kosten zu sparen
  • Stärkung der sozialen Bindungen der an der Umsetzung beteilgten Gruppen
  • Schaffung von Verantwortlichkeit gegenüber der neuen Anlage
  • Vorbeugung von Vandalismus
 
 

 Planung

Objektbeschreibung

Die Ortsgemeinde Waldböckelheim ist Standort der Regionale Schule mit Grund- und Hauptschule. Im Rahmen der Gebäudeerweiterung wurde die Umgestaltung des bestehenden Schulhofes in zwei Bauabschnitten beschlossen. Der Schulhof wies bezüglich der Spiel- und Aufenthaltsqualität große Defizite auf und wurde den Bedürfnissen der Kinder als Spiel- und Bewegungraum nicht mehr gerecht. Die Verbandsgemeiende beauftragte im Februar 2003 gutschker-dongus landschaftsarchitekten mit der Neugestaltung.

Von der Planungsphase, die mit der Erarbeitung von Umgestaltungsideen durch  Beteiligung von Schülern, Lehrern und Eltern im Rahmen einer Zukunftswerkstatt im Februar 2003 begann, bis zur Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts im November 2005, vergingen etwa zweieinhalb Jahre.

Entwurfskonzeption

  • Schaffung einer Pausenhofsituation, in der sich die Schülerinnen während der Pausen gemeinsam oder alterspezifisch aufhalten und regenerieren können (Kommunikationsbedürfnis, Bewegungsbedürfnis, Rückzug, Ruhe)
  • Schaffung einer neuen Haupteingangssituation / Neubau
  • Schaffung einer neuen Zugangssituation Durchgang Neubau und Turnhalle
  • Schaffung einer separat zu nutzenden Eingangssituation für die abendliche Turnhallennutzung Gewährleistung einer zeitlosen, vielfältigen Nutzbarkeit der Flächen
  • Bereicherung durch attraktive Spiel- und Erholungselemente
  • Anlage einer angenehmen „Willkommensatmosphäre“, Steigerung der Repräsentativität der Flächen (Synergieeffekt - Schulhof als Repräsentationsfläche)
  • Räumliche Gliederung und Verknüpfung der Flächen (Raumstrukturen, Verschiedenen Höhenebenen, Wegeführung)
  • Verwendung von naturnahen Spielelementen und Materialien
  • Erhalt befestigter Belagsflächen für Schlechtwetterperioden

Der Pausenhof wurde in mehrere, ineinander übergehende Bereiche aufgeteilt, die sich zum Teil durch die Lage der Gebäude ergeben:

 

Kommen und Gehen

Durch den Neubau veränderte sich die Zugangssituation zum Schulhof. Zwischen Anbau und Turnhalle signalisiert ein besonders gestaltetes Eingangsportal den „Schulbesuchern“ ein Willkommen. Der Hofzugang wird durch freundliche Oberflächenbeläge, organische Formgebung und blühende Staudenbeete interessant gestaltet. Dahinter folgt eine Fahrradabstellfläche für ca. 20 Fahrräder. Eine geschwungene Mauer fängt den Höhenunterschied zur Turnhalle auf und lädt zum Sitzen ein. So entsteht ein barrierefreier Zugang. Hier wird zukünftig auch der Aufstellplatz für die Schüler sein, die mit den Bussen abgeholt werden.

Übergangs- und Kommunikationsbereich

An den Eingangsbereich schließt sich der Übergangs- und Kommunikationsbereich an. Dort werden die zwei unterschiedlich Höhenniveaus der Hofflächen miteinander verbunden. Der Höhenunterschied wird durch eine Rampe bzw. durch Sitzstufen aufgefangen. Die Sitzstufenanlage mit Blick auf das darunter liegende Wasserspiel und den Eingangsbereich lädt zum Verweilen ein.  

Erlebnis und Erholung

Durch freundliche Oberflächen, organische Formengebung und Baumpflanzungen wird eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Unterschiedliche Sitz- und Spielbereiche in Nischen und Sitz- und Liegewälle laden die Schülerinnen zum Erholen ein. Um den Bewegungs- und Aktionsdrang der Kinder in den Pausen aufzunehmen, sind mehrere Zonen vorhanden:

  • Ein Kleinspielfeld für Streetball oder Fußball umgeben von einem Sitzwall aus Kunststoff.
  • Vogelnestschaukel (Schaukelerlebnis für mehrere Kinder in einem großem Schaukelkorb)
  • Seilnetzfläche zum Sitzen, Liegen und Llettern mit bestehender Kletterwand
  • Balancieren, Sitzen und Sonnen aus Holzbalken
  • Sitzblockforum

Um dem hohen Nutzungsdruck gerecht zu werden, ist ein Grossteil der Fläche befestigt, wobei je nach erwarteter Nutzungsintensität und Funktion verschiedene Beläge angeboten werden.

 

Vorentwurf Waldböckelheim_col_500.jpg












                      
                      Planentwurf Pausenhof

 
 
 
 
 
 
 

 

 Vorher/Nacher
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 Ausführung

Ausführung

 

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Fotodokumentation vom Bauverlauf

Ausführungsplan BA II_Ausschnitt

Ausschnitt Ausführungsplan

 

 Referenzen
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