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 Einleitung

Die Programm Agrar-Umwelt-Landschaft (PAULa)-Beratung ist in Rheinland-Pfalz dem Vertragsnaturschutz gleichzusetzen. Hier werden auf bestimmten  ausgewählten landwirtschaftlichen Flächen in Zusammenarbeit mit den Bewirtschaftern der Flächen Naturschutzziele verwirklicht.


Ziel des Vertragsnaturschutzes ist die naturschutzgerechte Bewirtschaftung und Pflege von ökologisch wertvollen Flächen, die durch dieses Instrument unterstützt werden. Das Land beauftragt, jeweils für einen Landkreis, einen Biotopbetreuer und PAULa-Berater, an den sich die Bürger aber auch die Verwaltung wenden können. Wir sind hierbei für die Stadt und den Landkreis Kaiserslautern zuständig. Ansprechpartnerin bei uns im Büro ist Katinka Peerenboom.


Aufgabe der Berater ist es, die Ziele des Naturschutzes zu erklären. Außerdem müssen Maßnahmen, die für diese Ziele umgesetzt werden sollen geplant und hinterher kontrolliert werden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



 Biotopbetreuung

Biotopbetreuung

Die Biotopbetreuung bezieht sich auf Naturschutzgebiete, auf Natura 2000 Gebiete (FFH- und Vogelschutz-Gebiete) und auf andere, für die Natur wichtige Gebiete (beispielsweise Flächen, die nach § 30 BNatSchG geschützt sind). Die Biotope unterscheiden sich zum Teil sehr und müssen entsprechend unterschiedlich intensiv und auf verschiedene Art und Weise gepflegt werden. Diese Pflege ist für manche Gebiete notwendig. Beispielsweise würden offene Wiesen- oder Heidelandschaften sich im Laufe der natürlichen Sukzession allmählich wieder zu Wäldern entwickeln. So werden, z.T. vom Menschen geschaffene, aber inzwischen für viele Arten (u.a.  Arten der Roten Liste) wichtig gewordene Biotope erhalten. Es gibt aber auch natürlich entstandene Biotope, die ebenfalls nur durch aktives Eingreifen erhalten bleiben, wie beispielsweise Moore, deren Entwässerung verhindert wird.

All diese Maßnahmen, die hierfür nötig sind, werden mit den betroffenen Institutionen vor Ort abgestimmt.

In unserem Bearbeitungsbereich reichen die zu pflegenden Flächen von Trockenrasen zu Heideflächen über Nass- und Feuchtwiesen bis hin zu Zwischenmooren:

Beispielsweise werden in der „Mehlinger Heide“, einem ehemaligen Truppenübungsplatz, der sich im Laufe der Zeit zu einer Heidelandschaft, Borstgras- sowie Magerrasen entwickelt hat, verschiedenste Maßnahmen durchgeführt, um diese Biotope dort zu erhalten: Unter anderem wird jährlich die gesamte Fläche beweidet, Einzelflächen werden kontrolliert abgebrannt und Oberboden wird abgetragen. Dies dient der Offenhaltung der Fläche, der Verjüngung der Heide und der Aushagerung des Bodens, wodurch eine höhere Diversität gefördert wird.

Ähnlich werden auch die „Magerwiesen am Eulenkopf“ durch Beweidung und Mulchen gepflegt und freigehalten von Herkulesstauden, einem Neophyt, der sich nicht nur schnell ausbreitet und dabei einheimische Pflanzenarten verdrängt sondern auch gesundheitsschädlich ist für den Menschen.

Die „Sandgruben bei Schrollbach“, die beim Bau der A 62 entstanden, besitzen inzwischen kleinräumig unterschiedliche Biotope u.a. auch Kleingewässer. Durch den Abtrag von Oberboden, Mahd und Entbuschung werden die Sandböden offen gehalten.

Viele Naturschutzgebiete im Bereich Kaiserslautern setzen sich aus Nasswiesen, Mooren und Gewässern zusammen, beispielsweise die NSG „Spießwald und Streitwiese“, „Östliche Pfälzer Moorniederung“, „Vogelwoog - Schmalzwoog“, „Scheidelberger Woog“, „Täler und Verlandungszone am Gelterswoog“, „Aschbachtal-Jagdhausweiler“ oder „Rodenbacher Bruch“. Diese Feuchtbiotope sind typisch für das Gebiet. Dabei sind häufig s.g. Wooge Bestandteile dieser Biotope, Seen und Teiche, die seit dem Mittelalter für verschiedene Zwecke  angestaut wurden. Durch Mahd, Mulchen, Beweidung und Entbuschung werden die Feuchtwiesen offengehalten. Die Gewässer, die auszutrocknen drohen werden mit Wasser gespeist bzw. angestaut.

Mehr Informationen zur Biotopbetreuung in Rheinland-Pfalz:

http://www.luwg.rlp.de/Aufgaben/Naturschutz/Arten-und-Biotopschutz/Biotopbetreuung/

    
 


 PAULa-Beratung

PAULa-Beratung

Ziel der PAULa  (Programm Agrar-Umwelt-Landschaft) -Beratung ist die Umsetzung von Naturschutzzielen auf geeigneten landwirtschaftlichen Flächen in Zusammenarbeit mit den Bewirtschaftern der Flächen. So ist es möglich, wichtige Vernetzungsstrukturen in der Landschaft zu erhalten bzw. zu entwickeln.
Von der PAULa-Beratung werden die früheren Vertragsnaturschutzprogramme BSP und FUL (Biotopsicherungsprogramme, Förderprogramme Umweltschonende Landbewirtschaftung) und auch die neuen PAULa-Programme betreut.

Derzeit werden die folgenden PAULa-Vertragsnaturschutz-Programmteile angeboten:

  • VN Grünland
  • VN Acker
  • VN Streuobst
  • VN Weinberg

Viele der Programmteile bieten unterschiedliche Varianten an, die in Abstimmung zwischen dem PAULa-Berater und dem Bewirtschafter gewählt werden können. Teilweise ist darüber hinaus die Ergänzung mit Zusatzmodulen möglich, die eine vom Grundprogramm abweichende Bewirtschaftung z. B. zur Förderung bestimmter Arten zulassen.

Im Bereich Kaiserslautern liegt der Schwerpunkt der PAULa-Beratung auf den Programmteilen VN Grünland und VN Streuobst.

Mehr Informationen zur PAULa-Beratung in Rheinland-Pfalz:

http://www.luwg.rlp.de/Aufgaben/Naturschutz/Arten-und-Biotopschutz/PAULa-Beratung-Vertragsnaturschutz/
 

 


  
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